dieses Fahrzeug habe ich heute im baskischen spanisch-französischen Grenzgebiet gesehen - offenbar ein spezielles landwirtschaftliches Gebirgsfahrzeug. Sieht auf jeden Fall interessant aus und zumindest die Front erinnert ganz ganz entfernt an einen Pinzi…
Die nennt man auch Transporter.
Hauptmerkmal ist die Wechselladerfunktion. Es können dort neben der Kipper-Pritsche auch Misststreuer oder Heu-Ladewagen aufgebaut werden.
Der Schwerpunkt vom unbeladenem Fahrzeug ist relativ niedrig.
Ich habe mal mit so einem Fahrzeug tatsächlich mehrere Bergwiesen gedüngt. Mist aufladen mit Bagger, immer 3,5 Zangen voll.
Dann rausfahren und genau überlegen, wo der Rückweg ist. Falls dieser nicht funktioniert, einen zweiten Rückweg ausdenken.
Weil dort, wo der Mist bereits liegt, geht fahren nicht mehr. Das Ganze mit Ortlerblick, aber den sieht man in dem Moment nicht, weil man eben recht konzentriert fahren muß.
Je steiler die Wiese, desto senkrechter die Fahrspur. Rückwärts nach oben mit ausstreuen und dann kurz auf die Bremse, entschlossen den Vorwärtsgang rein und wieder runter.
Güllefässer werden dort übrigens nicht verwendet, weil das eine "lebendige" Landung ist, welche am Hang recht gefährlich werden kann.
Der Ladewagen ist auch etwas speziell, da dieser hinten auflädt. Das ist beim Stand-Laden schwierig, hier wird das Heu von Hand zugeführt, der Fahrer bleibt aber sitzen und sieht nicht, was hinten geschieht.
Hier entstand ma eine Idee der Feststellbremse für den Pinzi: Vier Hydraulikstempel mit spitzigen Enden. Wenn du am Hang stehst, drückst du die den den Boden rein. Und wenn ein Teller drauf ist, hast du einen Wagenheber.
Übrigens auch mit Zentralrohramen.
Anders als der Pinzi aber immer noch in verschiedenen Versionen am Markt.
Ist halt ein Geräteträger und nur bedingt für den Straßenverkehr geeignet.
Gregorix / Old Shatterhand.(c. Lorenz)
Warum nur einen Pinzi, wenn man um´s doppelte Geld auch zwei haben kann...